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22.09.2011 - Pressemitteilung
Jahrestagung 2011 von IWF und Weltbank

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf als Schweizer Delegationsleiterin, Bundesrat Johann Schneider-Ammann, und Philipp Hildebrand, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, nehmen am 23. und 24. September 2011 an der gemeinsamen Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbankgruppe in Washington teil. Wichtigste Gesprächsthemen im Internationalen Währungs- und Finanzausschuss sind die Lage der Weltwirtschaft und die zukünftige Rolle des IWF im internationalen Finanz- und Währungssystem. Schwerpunkt der Diskussionen im Entwicklungsausschuss bilden die zentrale Bedeutung des Arbeitsmarktes zur Förderung von Wachstum, der Weltentwicklungsbericht 2012 zur Gleichstellung der Geschlechter sowie die Beurteilung der Wirksamkeit des Weltbankengagements.

Als Basisszenario sieht der IWF weiterhin eine moderate Erholung der Weltwirtschaft, mit einem Wachstum von 4%. Hierzu tragen die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einem BIP-Wachstum von rund 6.5% und die Industrieländer mit einem Wachstum von rund 1.7% bei. Die negativen Risiken haben in den vergangenen Wochen jedoch stark zugenommen. Durch die sich weiter verschärfende Schuldenkrise wurde insbesondere die Kapitalbasis eines Teils der europäischen Banken derart verschlechtert, dass nach Ansicht des IWF eine Rekapitalisierung dringend notwendig geworden ist - wenn möglich durch private, sonst jedoch durch staatliche Mittel. Die hohe Verschuldung und die schlechte Wirtschaftslage in den USA und der Eurozone hat zusehends auch negative Auswirkungen auf die Schwellenländer. Auch in diesen Ländern - wenn auch mit starken Unterschieden - verschlechtert sich die Situation der öffentlichen Haushalte, die bisher durch grosse Kapitalzuflüsse und hohe Rohstoffpreise gestützt wurden. Für 2012 ist teilweise mit Haushaltsdefiziten zu rechnen.

Begleitend zum Hauptthema der Schuldenkrise stellt sich auch die Frage, welche Rolle der IWF bei der Bewältigung der Krise und bei der Verhinderung zukünftiger Krisen spielen soll. Dabei sind zentrale Diskussionspunkte die Mittel - Finanzen und Instrumente - des IWF.

Der Entwicklungsausschuss wird sich mit der Bedeutung des Arbeitsmarktes zur Förderung von Wachstum befassen. Dies vor allem vor dem Hintergrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise die gezeigt hat, dass wirtschaftliches Wachstum alleine nicht genügt, um Armut zu reduzieren und die Wohlfahrt in der breiten Bevölkerung zu steigern. Der Entwicklungsausschuss diskutiert ferner den Weltentwicklungsbericht 2012 mit seinen umfassenden Empfehlungen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in Wirtschaft und Gesellschaft. Der Bericht hält fest, dass Geschlechtergleichstellung zu Entwicklung und Wirtschaftswachstum beiträgt und deswegen als eigenständiges Entwicklungsziel anerkannt werden muss.

Schliesslich wird vom Entwicklungsausschuss das neue System zur Messung der Wirksamkeit des Entwicklungsengagements der Weltbank gewürdigt.

Adresse für Rückfragen: Mario Tuor, Leiter Kommunikation Staatssekretariat für internationale Finanzfragen, Tel. +41 31 322 46 16
Raymund Furrer, Leiter des Ressorts Multilaterale Zusammenarbeit, Staatssekretariat für Wirtschaft, Tel. +41 31 324 08 19
Olivier Chave, Leiter Abteilung Globale Institutionen, Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Tel. +41 31 322 86 09

Herausgeber:
Der Bundesrat
Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement
Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
Eidgenössisches Finanzdepartement