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09.10.2005 - Pressemitteilung
Erdbeben in Südasien: Die Schweiz erweitert ihre Hilfsaktion in Pakistan

Die Opferzahlen sind ein Tag nach dem Erdbeben wie befürchtet höher als vorerst gemeldet. Allein in Pakistan rechnet man mit über 30'000 Toten. Aufgrund neuster Meldungen aus dem Katastrophengebiet erweitert die Schweiz ihre Hilfeleistungen.

Die Schweiz ist Dank den Vertretungen (EDA-Botschaft und DEZA-Kooperationsbüro) in Islamabad und der Teilnahme an der UNO-Abklärungsmission zum frühest möglichen Zeitpunkt am Katastrophenort präsent und verfügt über Informationen zur Lage aus erster Hand.

Heute Sonntag, 9. Oktober wird am Abend ein Soforteinsatzteam SET der DEZA die Schweiz Richtung Islamabad verlassen. Im sechsköpfigen Team sind ein Einsatzleiter, Wasser- und Bauspezialisten sowie ein Mediziner. Die Aktion erfolgt in Absprache mit dem Roten Kreuz, ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes ist deshalb im Team dabei. Mitgeführt wird auch ein mobiles Trinkwasserlabor.

Für die Koordination der Katastrophenhilfe in Pakistan arbeitet die DEZA über drei Kanäle: direkt mit der Schweizer Botschaft und dem DEZA-Kooperationsbüro in Islamabad, bilateral mit Partnerorganisationen wie dem Roten Kreuz sowie auf internationaler Ebene mit der UNO (OCHA und WHO).

Die Logistikspezialisten der DEZA in Islamabad haben zusammen mit lokalen Hilfsorganisationen bereits mit dem Kauf von Hilfsgütern begonnen. In der ersten Phase sind die Betroffenen auf medizinische Hilfe und Trinkwasser, sowie provisorische Unterkünfte angewiesen: die DEZA prüft deshalb die Lieferung von Zelten und Unterkunftsmaterial.

Die Schweiz reserviert für die Hilfsmassnahmen in Pakistan vorerst eine Million Schweizer Franken. Die zusätzlichen Abklärungen des Soforteinsatzteams werden die nötigen Erkenntnisse für den gesamten Hilfeleistungen der Schweiz liefern.

Noch vor dem jüngsten Erdbeben hatte die Schweiz zusammen mit UNO/OCHA, anderen europäischen Staaten und den pakistanischen Behörden für Ende Oktober eine Erkundungsmission geplant, um Vorsorgemassnahmen für die Krisen- und Katastrophenbewältigung zu planen.

Um 18 Uhr findet in Flughafen Zürich (Rega) ein Point de presse mit Toni Frisch, Vizedirektor der DEZA, und Ivo Sieber, Chef Information EDA, statt.

Weitere Informationen:
Andreas Stauffer,
andreas.stauffer@deza.admin.ch 
Tel: +41 31 324 32 03
Mobile: +41 79 370 14 35

oder Jean-Philippe Jutzi, DEZA Mediensprecher
porte-parole de la DDC
jean-philippe.jutzi@deza.admin.ch
Téléphone : +41 31 324 91 68
Mobile: +41 79 292 08 49