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Swiss Cooperation Strategy
Ukraine 2011 - 2014
(2MB, english)

Ukraine

Website des Kooperationsbüros (DEZA) Ukraine: www.swiss-cooperation.admin.ch/ukraine/

UKRAINE

In der Ukraine ist die DEZA im Bereich der lokalen Gouvernanz und der kommunalen Dienstleistungen sowie in der reproduktiven Gesundheit tätig. Die Strategie 2011–2014 legt den Schwerpunkt auf die Verbesserung des Zugangs zu Wasser in ländlichen Gebieten. Dabei wird ein dezentraler Ansatz verfolgt. Im Gesundheitsbereich setzt sich die DEZA für die Verbesserung der vor- und nachgeburtlichen Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern ein.

Die Ukraine ist eines der grössten, aber auch eines der ärmsten Länder Osteuropas. Dabei ist die ehemalige Sowjetrepublik, die 1991 die Unabhängigkeit erlangte, reich an Rohstoffen und verfügt über viele Wettbewerbsvorteile, die einem Aufschwung förderlich wären. Die ukrainische Wirtschaft ist nach einem massiven Einbruch in den 1990er-Jahren wieder auf dem Weg der Erholung. Um den harmonischen Übergang der Ukraine zur Marktwirtschaft und einem politischen System zu fördern, das auf demokratischen Werten beruht, unterstützt die DEZA zwei Bereiche, in denen sie über anerkanntes Know-how verfügt.

Internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2011
Mio. CHF
2012
Mio. CHF
2013
Mio. CHF
 
DEZA
Zusammenarbeit mit Osteuropa und der GUS 5.41 7.38 5.85
Humanitäre Hilfe 0.14 0.14
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 4.44 5.86 9.75
Total DEZA/SECO 9.99 13.38 15.60
 
Andere Bundesämter
Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA 0.10
Andere Abteilungen des EDA (ASAF, AIO, usw) 0.11 0.19
Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) 0.04 0.04
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) 0.11 0.15 0.18
Total andere Bundesämter 0.15 0.40 0.37
 
Kantone und Gemeinden 0.21 0.20 ..
 
Total 10.35 13.98 15.97
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an schweizerische NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF

Gouvernanz
Lokale Regierungsführung und Förderung der kommunalen Dienstleistungen
Mit dem Projekt DESPRO, das von der St.Galler NGO Skat umgesetzt wird, werden Gemeinden bei der Renovierung ihrer Wasserversorgung unterstützt. Dabei wird ein dezentraler und partizipativer Ansatz verfolgt: Die Benutzer bilden Interessengruppen und leisten einen Beitrag an die Finanzierung des Projekts, während die lokalen Behörden seine Umsetzung fördern. Die DEZA leistet technische Hilfe und unterstützt mit anderen Geldgebern die Reformen im Bereich der Dezentralisierung. Zu diesem Zweck wird mit der Regierung ein politischer Dialog geführt. In gewissen Gemeinden wird auch die Abfallbewirtschaftung unterstützt.

Parallel dazu werden die ukrainischen Behörden mit einem weiteren Projekt, das von der DEZA unterstützt und vom Europarat umgesetzt wird, für Standards im Bereich der lokalen Gouvernanz sensibilisiert.

Gesundheit
Gesundheitsprogramm für Mütter und Kinder
In ihrem Gesundheitsprogramm für Mütter und Kinder hat die DEZA eine ganze Reihe von Dienstleistungen in der perinatalen Gesundheitsversorgung entwickelt, mit denen die Bedürfnisse von schwangeren Frauen identifiziert und die Pflege von Müttern und ihren Kindern verbessert werden können. Das 1997 lancierte Programm wird vom Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut in Basel durchgeführt.

Zur Ergänzung wurde ein Projekt im Bereich der Gesundheitserziehung lanciert, einem Thema, das in der Ukraine noch kaum entwickelt ist. Das mit der Umsetzung betraute Kinderhilfswerk UNICEF ist überzeugt, dass dank diesem Projekt grosse Fortschritte erzielt werden können.

Wirtschaftliche und finanzielle Nachhaltigkeit
Nachhaltiges Energiemanagement

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) fördert den Finanzsektor und die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Mehrere Projekte unterstützen zudem den Privatsektor und die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Schaffung neuer Beschäftigungs- und Marktchancen. Daneben unterstützt das SECO die Einführung von energieeffizienten und CO2-armen Technologien im Gebäudebereich und in kleinen und mittleren Unternehmen.

Geschichte der Zusammenarbeit
Verstärkte Fokussierung der Aktivitäten
Bereits 1997 unterzeichneten die Schweiz und Ukraine ein Abkommen über technische, wirtschaftliche und humanitäre Zusammenarbeit, und 1999 eröffnete die Schweiz in der Hauptstadt Kiew ein Kooperationsbüro. Schon die ersten Programme, die ab 2000 lanciert wurden, waren auf das Thema der guten Regierungsführung ausgerichtet. Sie förderten den Zugang der ländlichen Bevölkerung zu Wasser und die medizinische Versorgung von Müttern und Kindern. Parallel dazu wurden andere Projekte verfolgt, wie die Förderung der Landwirtschaft und die Reform der Justizinstitutionen. Diese Projekte wurden nach und nach aufgegeben, da die Strategie 2011–2014 eine starke Konzentration der von der Schweiz finanzierten Aktivitäten vorsieht.


Hintergrundinformationen Ukraine

Zahlen und Fakten
Fläche
Bevölkerung
Bevölkerungswachstumsquote pro Jahr (seit 1990)
Lebenserwartung bei Geburt: Frauen / Männer
Analphabetismusquote Erwachsene: Frauen / Männer
Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf
Bevölkerungsanteil mit weniger als 2 US$ pro Tag
603'550
45.706
- 0.4
75.9 / 66.0
0.4 / 0.2
3'615.4
0.1
km2
Mio.
%
Jahre
%
US$
%
Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank

Landeshintergrundinformationen der BBC

Kontaktadresse der DEZA vor Ort:

Ukraine (Kiev)

Swiss Cooperation Office Ukraine
4, Hlybochytska St.
04050 Kyiv - Ukraine

Telefon +380 44 23 86250
Fax +380 44 23 86251
E-Mail kyiv@sdc.net
Website www.swiss-cooperation.admin.ch/ukraine/

Weiterführende Informationen und Dokumente

Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land.