Bundesverwaltung admin.ch
Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
DEZA – weltweit vor Ort

Besuchen Sie die Websites der Schweizer Kooperationsbüros.

Schweiz
Schweiz 
Suche:
Konkrete Projekte
Kooperationsstrategie

  • Kooperationsstrategie Tschad 2013–2016
    Download (PDF, 1442 KB) [fr]  

Tschad

Website des Kooperationsbüros (DEZA) Tschad: www.swiss-cooperation.admin.ch/tchad/

CHAD.GIF Der Tschad ist ein Schwerpunktland der bilateralen Hilfe. Die Zusammenarbeit mit diesem Land wurde 1965 aufgenommen. Seither leistet die Schweiz Unterstützung in den Bereichen ländliche Entwicklung, medizinische Versorgung und Grundausbildung. Anfangs stand die Stärkung der öffentlichen Entwicklungsstrukturen und der institutionellen Kapazitäten des Zentralstaats im Vordergrund der Programme. Nach und nach orientierten sich die Projekte dann zunehmend am Ziel, die Kapazitäten der land- und viehwirtschaftlichen Familienbetriebe und die Lebensbedingungen der ländlichen Gemeinschaften zu verbessern. Wichtig für eine nachhaltige Entwicklung ist auch die Förderung des Dialogs mit dem Staat und öffentlichen Stellen. Infolge der jüngeren Vergangenheit leidet Tschad unter einer gewissen politischen Anfälligkeit und Phasen von Instabilität. Interne Rivalitäten und Divergenzen bestimmen weiterhin das Geschehen im Land. Anfang Februar 2008 verstärkten sich die Spannungen abrupt, und die Hauptverantwortlichen der bewaffneten Opposition lancierten eine Offensive, die das bestehende System stark erschütterte. Diese Ereignisse sowie die anhaltende Krise im Darfur belasteten nicht nur die Stabilität des Landes, sondern heizten auch die Spannungen mit dem benachbarten Sudan gefährlich an. Die Gefahr einer Destabilisierung der gesamten Region ist nach wie vor vorhanden, scheint aber zurzeit aufgrund des im Februar 2010 durch die beiden Staaten unterzeichneten Friedensabkommens (zumindest vorübergehend) gebannt.

Internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2011
Mio. CHF
2012
Mio. CHF
2013*
Mio. CHF
 
DEZA
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit 8.65 11.73 13.00
Humanitäre Hilfe 2.11 2.33 2.21
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Total DEZA/SECO 10.76 14.06 15.21
 
Andere Bundesämter
Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA 0.11 0.20 0.17
Total andere Bundesämter 0.11 0.20 0.17
 
Kantone und Gemeinden 0.07 0.65 ..
 
Total 10.94 14.91 15.38
* geplant; Gesamtbetrag aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an schweizerische NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF

Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte

Die Strategie der DEZA orientiert sich an der nationalen Armutsbekämpfungspolitik und an den Strategien zur Förderung der drei wichtigsten Sektoren (ländliche Entwicklung, Gesundheit und Grundschulbildung). Über regionale Entwicklungsprogramme ist die DEZA in den wichtigsten Regionen des Landes und namentlich in Gegenden präsent, die besonders unter den Folgen eines mangelnden Zugangs zu Bildung, medizinischer Versorgung und wirtschaftlicher Infrastruktur leiden. Fragen zur Gouvernanz, die als Transversalthema der DEZA gilt, fliessen grundsätzlich in alle Programme ein und im Besonderen in das Programm zur Konfliktprävention und Friedensförderung der Politischen Direktion IV des EDA.

Mit dem Zusammenarbeitsprogramm der Schweiz im Tschad sollen die Kapazitäten der land- und viehwirtschaftlichen Familienbetriebe, der sozialberuflichen Vereinigungen, der ländlichen Gemeinschaften und der dezentralisierten öffentlichen Dienste in den folgenden drei Schwerpunktbereichen gestärkt werden.

Bei der Umsetzung werden folgende Grundsätze berücksichtigt:

Die Deza geniesst allgemein Anerkennung für ihr bevölkerungsnahes Engagement in ländlichen Gegenden, ihre Effizienz und ihre Vorreiterrolle im Bereich Dezentralisierung, zudem beteiligt sie sich über das Kooperationsbüro am Dialog der politischen Organisationen mit der Regierung Tschads und den im Land aktiven Fach- und Finanzpartnern (UNDP, Weltbank, Europäische Union, USAID, Französische Entwicklungsagentur, GTZ…). Durch einen regen Austausch möchte die DEZA den Hebeleffekt verstärken, den die Unterstützung vor Ort auf die nationale Entwicklungsstrategie in den wichtigsten Sektoren ausüben könnte.


Geografische Schwerpunkte

Die spezifischen Potenziale und Stärken der Regionen sollen zum Abbau der regionalen Ungleichheiten genutzt werden. Das Programm konzentriert sich auf drei Schwerpunktregionen:


Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte

Die humanitäre Lage im Tschad hat sich seit 2006 bis 2008 kontinuierlich verschlechtert und verharrte seither auf gleichem Niveau. Verantwortlich waren Entwicklungen im Zusammenhang mit den Konflikten in Darfur, der Zentralafrikanischen Republik und dem Tschad (Informationen zum Sudan ).

Am 28. Januar 2008 lancierten bewaffnete Widerstandskämpfer eine Offensive gegen die tschadische Regierung und drangen bis nach N’Djamena vor. Die humanitären Folgen dieser Kampfhandlungen waren besonders schwerwiegend in Ndjamena und in Nordkamerun, wo über 20 000 Personen aus dem Tschad Zuflucht suchten. Die Schweiz beteiligte sich in der Folge am Aufbau von Flüchtlingslagern und finanzierte humanitäre Einsätze im Gesundheitsbereich.

Die Gefahr einer Destabilisierung der gesamten Region ist nach wie vor vorhanden, scheint aber zurzeit aufgrund des im Februar 2010 durch die beiden Staaten unterzeichneten Friedensabkommens (zumindest vorübergehend) gebannt.

Seit 2003 sind rund 235'000 Personen vor der Gewalt in Darfur in den Ostens Tschads geflohen. Es handelt sich dabei um ein Gebiet in der Sahel-Sahara-Zone mit fragilem ökologischem Gleichgewicht. Die Humanitäre Hilfe der Schweiz hat deshalb seit 2004 die Programme von IKRK, UNHCR und WFP mit finanziellen Beiträgen im Umfang von CHF 3 bis 5.5 Mio. pro Jahr unterstützt. Dem UNHCR werden Experten zur Verfügung gestellt, die helfen, Flüchtlingslager zu erstellen und eine langfristig sinnvolle Nutzung der natürlichen Ressourcen und der Wasserversorgung zu gewährleisten, sowohl für die Flüchtlinge als auch für die lokale Bevölkerung.

Zusammenstösse zwischen der Armee (FACA) und der bewaffneten Opposition im Norden Zentralafrikas haben rund 75'000 Menschen zur Flucht in den Süden Tschads getrieben. Die Zahl der Intern Vertriebenen welche insbesondere im Südosten des Landes leben beträgt 170 000. Die Schweiz trägt diesen humanitären Bedürfnissen mit Beiträgen zugunsten von MSF Schweiz, IKRK und WFP Rechnung Rechnung.

Hintergrundinformationen Tschad

Zahlen und Fakten
Fläche
Bevölkerung
Bevölkerungswachstumsquote pro Jahr 1990 - 2005
Lebenserwartung bei Geburt: Frauen / Männer
Analphabetismusquote Erwachsene: Frauen / Männer
Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf
Bevölkerungsanteil mit weniger als 2 US$ pro Tag
1'284'000
11.525
2.6
51.0 / 48.1
75.8 / 55.0
918.1
..
km2
Mio.
%
Jahre
%
US$
%

Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank


Kontaktadresse der DEZA vor Ort:

Tschad (N'Djamena)

Bureau de la Coopération Suisse au Tchad
B.P. 1102
N'Djamena - Tchad

Telefon +235 251 73 14
Fax + 235 22 51 74 16
E-Mail ndjamena@sdc.net
Website www.swiss-cooperation.admin.ch/tchad/

Weiterführende Informationen und Dokumente

Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land.