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Konfliktprävention - eine Priorität der Entwicklungszusammenarbeit

Gewaltpr__ventionGanz_Cusco_20116.jpg Der Einsatz von Gewalt in einem schwierigen sozialen und politischen Umfeld nimmt stetig zu und hat in den vergangenen zwanzig Jahren das Geschehen in vielen Weltregionen geprägt. Die DEZA trifft häufig auf einen sehr instabilen Kontext, der sofortiges Handeln mit dem Fokus Konfliktbearbeitung erfordert.
Wissenswertes

Die in Krisen- oder Konfliktsituationen durchgeführten Entwicklungsprogramme können folgende positiven Auswirkungen haben:

Ausgleich regionaler Ungleichheiten
Schaffung von Arbeitsplätzen für junge Frauen und Männer
Regelung von Konflikten im Zusammenhang mit Ressourcen
Soziokulturelle Integration der Minderheiten
Eine rechtlich korrekt funktionierende Verwaltung
Förderung der Gleichstellung der Geschlechter
Eindämmung von Gewalt in allen Formen gegen Frauen und Männer
Diversifizierung der Wirtschaft und weniger grosse Abhängigkeit vom Export von Grundnahrungsmitteln

Die Programme der DEZA streben eine ausgewogenere Entwicklung an und unterstützen deshalb einen sozialen Wandel, der auch Machtverschiebungen mit sich bringt, die manchmal auf gewaltsamen Widerstand stossen. Unabhängig davon, ob die Programme im Kontext eines offen oder indirekt ausgetragenen Kriegs stattfinden, zielen sie immer auch auf die Verhinderung unrechtmässiger Gewalt.

Stärkung und Demokratisierung des Staates
Die Programme der DEZA zur Prävention und Bewältigung von Konflikten beruhen stets auf Grundpfeilern wie Stärkung des Staates und des Demokratisierungsprozesses, Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, ländliche Entwicklung und Migrationsbewegungen.

Die Gewaltprävention soll in erster Linie verhindern, dass die eigentlichen Ursachen eines Konflikts zu einer direkten Gefahr für das Leben und die Sicherheit der Menschen werden. Falls diese Gefahr besteht, muss die verheerende Gewaltspirale aufgehalten werden.

Im Fokus der DEZA: Vermeidung einer Gewaltspirale

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen hat die DEZA ein Konzept zur Gewaltprävention erarbeitet, das auf drei Säulen beruht:

  • Strukturelle Prävention von Gewalt
  • Frühes Erkennen von Konfliktpotenzialen
  • Konfliktbearbeitung durch Kriseninterventionen
Auf der Grundlage dieses Konzepts hat die DEZA ein «Konfliktsensitives Programm-Management» (Conflict Sensitive Programme Management, CSPM) erarbeitet, das auf der Devise «Do no harm!» (keinen Schaden verursachen) beruht. In besonders instabilen und schwierigen Kontexten erweist sich dieses Konzept als hilfreich. Es verhindert, dass durch ein Zusammenarbeitsprogramm unbeabsichtigt die Ursachen für einen Gewaltkonflikt verschärft werden.

Kontaktperson zum Thema: Cristina Hoyos

Weiterführende Informationen und Dokumente

Dokumente
  • Friedensentwicklung
    DEZA Leitlinien
    Download (PDF, 596 KB) [de]   [en]   [fr]   [it]   [es]   [ru]  
  • Dreidimensionales Konzept der Gewaltprävention der DEZA
    Download (PDF, 88 KB) [de]  

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